, Hauser Matthias

Zwischenfazit nach fünf Rennen, der Schülercup lebt von Emotionen und Entwicklung

Wie schnell die Zeit vergeht – mehr als die Hälfte des diesjährigen Schülercups liegt bereits hinter uns.

Wir durften bislang packenden, ehrlichen und hochstehenden Radsport erleben. Die Teilnehmerfelder sind meist erfreulich gross, und es ist beeindruckend zu sehen, wie sich unser Nachwuchs von Rennen zu Rennen weiterentwickelt. Mit welcher Freude, welchem Einsatz und welcher Leidenschaft die Kinder unterwegs sind, ist jedes Mal aufs Neue motivierend. Ich hoffe sehr, dass die Veranstalter der bisherigen Rennen ein positives Fazit ziehen konnten und wir auch im nächsten Jahr wieder auf sie zählen dürfen.

Auch mein Heimrennen, die Radsporttage in Gippingen, gehören bereits wieder der Vergangenheit an. Im Vorfeld gab es im OK durchaus kritische Stimmen und auch ich habe mir kurz die Frage gestellt, ob der Sonntag vor dem Profirennen wirklich der richtige Zeitpunkt für die Schülerrennen ist.

Heute kann ich sagen: Es war richtig. Die Rennen konnten, soweit mir bekannt, ohne grössere Probleme durchgeführt werden. Und die vielen strahlenden Gesichter auf der Siegerehrungsbühne haben letztlich jeden Zweifel weggewischt. Ich hoffe sehr, dass euer Nachwuchs, unabhängig vom Rennausgang, mit positiven Eindrücken die Heimreise angetreten hat.

Etwas, das mir besonders aufgefallen ist bei allen Renne und mich sehr freut, ist der Umgang der Kinder untereinander. Es wird gelacht, sich gegenseitig angefeuert, gemeinsam eingerollt und warmgefahren und an der Startlinie stehen sie Seite an Seite. Im Rennen wird hart, aber fair und respektvoll gekämpft. Und kaum ist die Ziellinie überquert, folgen bereits die ersten Gratulationen. Genau dieser Geist macht unseren Sport einzigartig. 

Wenn ich auf die bisherigen Rennen zurückblicke, bin ich überzeugt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Die meisten Kinder gehen unabhängig vom Resultat mit positiven Gedanken und echten Erlebnissen nach Hause.

Und genau darum geht es: nicht nur um Resultate, sondern um Begeisterung, Entwicklung und Emotionen. Die Schnellsten können nur glänzen, wenn viele andere mitziehen und wer heute noch hinten fährt, kann in zukunft auch ganz vorne stehen.

Gerade deshalb ist es entscheidend, dass wir als Betreuer, Eltern und Umfeld diesen Weg aktiv mittragen. In der Sportförderung gibt es genug Hürden, konzentrieren wir uns darauf, die beeinflussbaren aus dem Weg zu räumen und helfen wir uns gegenseitig, die grossen gemeinsam zu überwinden.

Ein Blick nach vorne: Bereits am Sonntag treffen wir uns in Thun zum einzigen nationalen Zeitfahren des Schülercups. Ich bin überzeugt, dass wir auch dort wieder fairen, engagierten und starken Nachwuchs-Radsport sehen werden.

Herzlichen Dank an alle, die diesen Weg möglich machen und unseren Nachwuchs mit so viel Einsatz unterstützen.